Sonntag, 20. Januar 2019

Meine Alte Freunde aus Deutschland seit 1966

Meine Kontakt und Freundschaft mit deutschen Geistlichen und Laien seit Weihnachten 1966, kurz nach meiner Priesterweihe in Rom, sind gewachsen durch die Zeit, zirca 50 Jahren. Gott hat so gewollt das ich zwei Wochen nach meiner Priesterweiche in Rom war ich in St.Lucias Immekeppel, bei Bergischgladbach Koelner Diozese fuer mein Primitz am 01.01.1967.



Aus Nierst, Krefeld






Aus Horneburg, Datteln











Bischof Josef Voss im Internat Horneburg







Andreas, Gabriella Lonnemann und Peter Sabine Mertens besuche mich in Jaffna Sri Lanka 


Die beide Familie besuchten die "Arche" das Haus fuer die behinderte Kinder in Uduvil. Die Nonnen der Hl.Familie leiten das Projekt

Die beide Ehepaare, gekleidet mit meine Geschenke stehen  vor meinem Zimmer in Bischfshaus, Jaffna















Aus Darfeld, Rosendahl 
Seit ende Feb 2007 bis Dez.20017 wohnte ich in Darfeld als Vikarius Kooperator mit Pastor Otto Banse, Diakon Bernard Scheipers, Organist und Kuester Ulrich von Heyden







Aus Muenchen

Die erste vier aus Horneburg besuchen mich Sri Lanka

 Ich war Pastor in St. Maria Magdalena Horneburg/ Datteln in der Diocese Münster von September 1997 bis Februar 2007. Befremdet mit Fam. Andreas-Gaby  Lonneman und Fam. Peter-Sabine Mertens ihre Kinder waren meine Messdiener. Ihre Zwei Wochenlange Besuch nach SriLanka waren Ereignisse voll gewesen. Nach einer Rundreise in Sri Lanka kamen nach Jaffna meiner Heimatstadt.  Letzte 3 Tagen bei mir in Jaffna

Sie begruezen Herrn Bischof Justin mein heutiger Bischof in Jaffan, besuchen mich in meinem Zimmer wo ich ehre die Gaeste mit goldene Shawl, besuchen ein Heim genannt als Arche (Novas) fuer die Behinderte Kinder  Ihr Besuch nach Sri Lanka endet vollgreich mit einem Dutzend Fest.







 Am letzen Abend lade ich alle vier zu einem Dutzend Abendessen.


Selbst-Exil und Priesterliche Dienst in Horneburg,Datteln in Deutschland


Von 1997 bis 2007 wirkte Professor




Dr.S. J. Emmanuel als Pastor in der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena. Diese wurde danach mit den Nachbargemeinden in Meckinghoven und Henrichenburg zusammengelegt.


So wurde der Seelsorge der sich immer noch weltweit für einen dauerhaften Frieden in seiner Heimat Sri Lanka engagiert, zum letzten Horneburger Pfarrer. 
Seinen 80. Geburtstag und sein Goldenes Priesterjubiläum nimmt Alfons Garvert zum Anlass, das Wirken des bemerkenswerten Geistlichen und Schützenbruders zu würdigen.


„Als Fremder kam ich nach Horneburg und
gegangen bin ich als Freund“, so resümiert
der ehemalige Pfarrer Professor Dr. S. J.
Emmanuel – von allen nur „Dr.Emmanuel“genannt – seine Zeit im Schlossdorf.

Geboren wurde Dr. Emmanuel, der seinen Geburtstag traditionell am Dreikönigstag feiert, am 11. April 1934 in Jaffna, Sri Lanka.

Dort arbeitete als Journalist, studierte Mathematik und Physik und war zunächst Dozent in diesen Fachbereichen an der University of Ceylon in Colombo, bevor er sich der Theologie zuwandte. Er studierte zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils in Rom und wurde dort am 16. Dezember 1966 im Petersdom 
zum Priester geweiht. Er wirkte in sei-


Professor Dr. S. J. Emmanuel wurde 80 und feierte sein

Goldenes Priesterjubiläum

Feierte 2014 die Vollendung des 80.Lebensjahres und 2016 sein
Goldenes Priesterjubiläum:Professor Dr. S. J. Emmanuel,
ehemaliger Pfarrer in Horneburg.
Horneburgs letzter Pfarrer Weltbürger im Einsatz für die Menschenrechte


In seiner Heimat als Priester, lehrte Theologie am Priesterseminar, veröffentlichte viele theologische Schriften, schrieb Bücher und war bis 1997 Generalvikar der Diözese Jaffna. 

Aufgrund der angespannten politischen Lage in seiner Heimat war Dr. Emmanuel gezwungen, Sri Lanka zu verlassen und lebte seit den 1980er Jahren wiederholt im Exil in Deutschland. Grund war der Konflikt zwischen der nach Unabhängigkeit strebenden im Norden und Nordosten von Sri Lanka lebenden unterdrückten 


Minderheit der Tamilen und der das Land regierenden Mehrheit der Singalesen. 
Ein von 1983 bis 2009 dauernder Bürgerkrieg war der militärische 
Höhepunkt der Auseinandersetzungen, die die Regierungstruppen zwar für sich entscheiden konnten, die politischen Differenzen aber waren dadurch keineswegs beseitigt. 

In diese Konflikte war auch Dr.Emmanuel, selbst Tamile, erwickelt und 105 ist es bis heute noch. Nach Horneburg kam er im Jahr 1997 und wirkte bis 2007 als Pastor der damals noch selbstständigen Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena.


Es war eine Zeit des Umbruchs, in der die Kirchengemeinden St. Dominikus in Meckinghoven, St. Maria Magdalena in Horneburg und St. Lambertus in Henrichenburg zur neuen „Katholischen Kirchengemeinde St. Dominikus in Datteln“ zusammengelegt wurden. Für ihn war es im Einvernehmen mit dem damaligen Bischof Dr. Reinhard Lettmann wichtig, neben seiner seelsorgerischen Arbeit in der Pfarrgemeinde auch weiterhin

zur gewaltfreien Lösung der Konflikte in seiner Heimat beitragen zu können. Häufiger musste daher die Gemeinde auf die Anwesenheit ihres Pfarrers verzichten; denn während seiner Horneburger Zeit nahm Dr. Emmanuel immer wieder auf der ganzen Welt an internationalen Treffen und Verhandlungen zur Aussöhnung zwischen den verfeindeten Parteien in Sri Lanka teil, um die Interessen der unterdrückten Tamilen zu vertreten. Dabei traf er auch mit bekannten Persönlichkeiten im Einsatz für die Menschenrechte zusammen, zum Beispiel Papst Johannes Paul II. oder Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu aus Südafrika. 


Eine rote Stecknadel auf einer Weltkarte im Pfarrhaus zeigte immer an, wo er gerade war. Manche sahen diesen Bereich seiner Arbeit kritisch und hätten lieber „ihren“ Pfarrer immer vor Ort gehabt. Von anderen Gemeindemitgliedern wurde er aber auch unterstützt, z.B. ganz praktisch als Fahrer, wenn es vor oder nach Reisen um Transfers zu oder von Flughäfen oder Bahnhöfen ging.


Auch jetzt ist Dr. Emmanuel immer noch unermüdlich engagiert für einen dauerhaften Frieden in Sri Lanka, der auf Gerechtigkeit, 
Versöhnung und politischen Vereinbarungen basiert. Für diese Ziele arbeitet er auch als Vorsitzender des 2009 gegründeten „Global Tamil Forum“, der weltweiten Organisation der im Exil lebenden Tamilen.


Heute lebt Dr. Emmanuel im „Unruhestand“ in Darfeld und unterstützt dort das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Fabian und Sebastian. In seiner wenigen Freizeit genießt er es, das Münsterland mit dem Fahrrad zu erkunden. Die Verbindung zwischen Horneburg und Darfeld ist nie abgerissen: Dr. Emmanuel ist regelmäßig 


Unruhestand“ in Darfeld


Gelebte Ökumene – die Kirchenchöre von St. Maria Magdalena Horneburg und St.Remigius Mengede sowie die Bläsergruppe der evangelischen Remigius Gemeinde aus Mengede beim Festhochamt zum Goldenen Priesterjubiläum.

ein gern gesehener Gast im Dorf, und so nimmt er als Schützenbruder des Bürgerschützenvereins natürlich auch regelmäßig am Schützenfest in der Alten Freiheit teil. 
Auch der Kontakt zum Horneburger Kirchenchor, dessen Präses er war, ist nie abgerissen; man besucht sich gegenseitig und feiert miteinander.

Der Emmanuel ist nun seit mehr als 50 Jahren Priester, der – so sagt es sein Weihespruch von 1966 sinngemäß – als gutter Hirte sein Leben den Menschen widmen möchte. 
Am 16. Dezember 2016 feierte er sein Goldenes Priesterjubiläum in Konzelebration mit Papst Franziskus im Petersdom, dem Ort seiner Priesterweihe. 

Auf Einladung von Pfarrer Leonhard Backmann ist er wieder nach Horneburg gekommen, um auch mit seiner früheren Gemeinde dieses Ereignis zu feiern. Beim von Kirchenchören aus Horneburg und Mengede und einer Bläsergruppe musikalisch mitgestalteten Festhochamt am Sonntag, 8. Januar 2016, standen in der Kirche St. Maria Magdalena viele seiner damaligen Mitbrüder mit ihm am Altar, dabei waren auch die Sternsinger der Gemeinde. 

Beim anschließenden traditionellen Neujahrsempfang im Pfarrheim

nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, dem Jubilar zu gratulieren, ihm persönlich zu begegnen und Erinnerungen an früher aufleben zu lassen.


Als guter Hirte den Menschen sein Leben gewidmet

Die „gute Seele“ Maria Honacker, Emmanuels immer hilfsbereite active Unterstützerin und Quartiergeberin bei  seinen erschiedenen Besuchen in Horneburg. Die Horneburger haben Dr.                    

Emmanuel als einen liebevollen Menschen kennen und schätzen gelernt, der seinen Mitmenschen immer persönlich und mitfühlend
zugewandt war und auch heute noch die meisten seiner früheren
Gemeindemitglieder beim Namen kennt.

Professor Dr. S. J. Emmanuel.: Ein bescheidener Diener Gottes, bedeutender Theologe und Kämpfer für die Menschenrechte, der als Fremder nach Horneburg gekommen und als Freund gegangen
ist.
Auch beim Festhochamt: Die Sternsinger, stellvertretend für die Kinder der Pfarrgemeinde,die Dr. Emmanuel immer besonders am Herzen lagen Tauschen gemeinsame Erinnerungen mit 
Dr. Emmanuel aus
Beate Hoppe (links) und Elisabeth Bußmann, langjährige Organisatorinnen des Altennachmittags im Horneburger Pfarrheim.


Quellen: Emmanuel, Prof. Dr.: Golden JubileeSJFinishLondon.

Pptx, Powerpoint Präsentation aus Anlass seines Goldenen Priesterjubiläums (unveröffentlicht); Philip, Anton Sinnarasa, Herausgeber: Voice of a Prophet – Stimme eines Propheten – A Festschrift in honour of Rev. Dr. S. J. Emmanuel on his 80th Birthday to appreciate his prophetic mission, First Edition, 


January 2015; <http://www.globaltamilforum.

Freitag, 16. November 2018

Hoffnungsvoll kehrte ich zu Heimat, Leider erlebe ich ein Regierungschaos

Am Ende letztes Jahr 2017 kehrte ich zu Hause meiner Heimat Sri Lanka 

nach 21 Jahrelang Exil in Deutchland

Mit einem Sri Lankan Visum fuer ein Jahr, wohne ich wohl im Bischofshaus Jaffna mit meinen Mitbruedern und arbeite ich als Professor in dem Priesterseminar.

Gleichzeitig als Tamile Priester nehme ich Teil an allen wichtigen Ereignisse in den Kirchen sowohl im offentlichkeit.

Am 26.10.2018 war ich in Negombo fuer ein Konferenz organisiert von der Schweize Botschaft Colombo. Es war eine Vorbereitung der Tamilische Politiker im Blick auf Genfe Konfenferenz im Maerz 2019.

 

Wie ein Blitz kam die Nachrichten das der President hat gennant seine fruehrer Gegner Mahinda Rajapaksa als Premier Minister. Es war ein Schock fuer die ganze Insel. Und fuer mich noch schlimmer!

Am naechsten Tag kehrte ich zuruck nach Jaffna, weil ich wollte nicht nach Colombo Haupstadt gehen mitten in einem politische Chaos.

Nach 50 Tagen ist der Chaos teilweise zu Ende gegangen, Der President und der Premier Minister wieder versuchen die Regierung zu  leisten. Ich bleibe noch skeptisch um meine Versohnungsarbeit im Sueden unter den Singhalesen zu leisten. 

Im August 2019 bin ich hier in Darfeld fuer mein Sommer-urlaub.
Leider war es nicht gut gewesen wegen meine Husten und damit antibiotics. Trotzdem geniesse ich die Tagen mit meinem Bruder Xavier, der aus Toronto besucht seine Tochter-familie in Darfeld.

Ein neu Nachfolger fuer verstorbene Pater Emmanuel aus Uganda macht 3wochige Vertretung in Darfeld.

Meine zukunftige Leben in Sri Lanka wird schwerer wegen die politische Aenderungen in den naechsten 6 Monaten mit Presidentschaftswahl und Parliamentswahlen.
Die Buddhistische Moenche -sogennante grass-roots monche wieder zu Macht als in 1956
Eine Sihala Buddhistische Regierung zu Macht bringen.
d.h die Tamilen, Mosleme und die rel.Minderheiten Hindus, Christen und Mosleme werden unterdruckt als minderheiten!

Ich muss mit meiner politische auzerungen zurück halten oder schweigen.  

am 16 November 2019 war die Presidentschaftswahl in Sri Lanka.
Die Ergebnis zeigt uns klar, Eine Rueckkehr zu Rajapakse Regierung (2005-2015)
Die Sinhala Buddhistische Mehrheit des Landes haben stark unterstutzt Gothaybaya Rajapakse, der Bruder von fruehere Pres. Mahinda Rajapakse. Unter Mahinda war sein jugste bruder Gothabaya vollmaccht gehabt um die Kriege gegen die LTTE zu Ende bringen. In diesem Wahl, die Minderheiten Tamilen und Moslemen halten Gothabaya als der int. Kriminelle, der hat am 2009 die Kriege zu Ende mit einem Genozid gegen Tamilen gebracht. Aber fuer die mehrheit Sinhala Buddhisten ist Gothabaya und Fam, Rajapakse ald Helden der Sinhala Buddhisische Sieg gegen allen Tamilen und Moslemen. 
Die Ergebnis der Wahl war ein klarer Bild das Sri Lanka ist nicht mehr Eine multi-ethnische multi-religioses Land. Die Insel ist jetzt Eine Sinhala Buddhistisches Land unter Eine Sinhala Buddhist regierung. Die minderheit Tamilen und Moslemen haben nicht mehr gleichwuerdigkeit als Buerges Landes.
Als fruehere Chef fuer die Verteidigung ministerium, der neuer President will seine autoritaet mit viele militaerische macht im Kontrolle. 

Samstag, 1. April 2017

Danksagung - 50 Jubiläumsfeier


Heimatlos bin ich, doch überall in der Welt bin ich  zu Haus,

 besonders  sesshaft aber  in Darfeld!

Der Höhepunkt meines  goldenen  Priesterjubiläums war die Konzelebration in der hl.Messe mit dem Papst und  die anschließende päpstliche Audienz am 16.12.2016. Obwohl wir am 16.12.1966  55 Kandidaten aus  aller Welt waren, die  von Kardinal Agagianian in der St.Peters Basilika in Rom zu Priestern geweiht wurden, kamen nur 10  zu diesem goldenen  Jubiläum nach Rom. Kard.George Pell, auch Weihejahrgang  1966, aus Australien und jetziger Chef der Vatikan Bank hat unser Programm  für die Jubiläumsfeier in Rom und Castel Gandolfo organisiert.

Nach der Messe hatte ich eine Audienz mit dem Papst. Ich hatte ihm in italienisch einen zweiseitigen Brief über mein Leben geschrieben und ihm diesen überreicht. Als ich ihm von meinen 50 Jahren priesterlichen Lebens und Dienstes , von den 30 Jahren in Sri Lanka und Asien und den letzten            20 Jahren im selbst gewählten Exil in Deutschland, erzählte, kam mit erhobenen Augen sofort die Frage: ,,Wie hast du gelebt?" Meine Antwort war: ,, Gott hat mir eine gastfreundliche  Diözese in Deutschland geschenkt. Es geht mir gut."

Ja, meine liebe Gemeinde Rosendahl, es war sehr  schön, am Sonntag  04.12.2016 mein Jubiläum mit Ihnen zu feiern. Wie ich in der Messe erzählt habe,  war es Gottes Wille, dass ich in meinem priesterlichen Leben  engere Kontakte und Freundschaften  in Deutschland gepflegt habe. Alles hat mit meiner Primiz am 01.01.1967 in St. Lucia, Immekeppel (Diöz. Köln) begonnen

Das Jubiläum habe ich, wie gesagt in Rom, aber auch  in Toronto, Paris, Palermo und London  gefeiert. Aber die Messen  am 04.12.2016  hier in Darfeld,  am  08.01.2017 in St. Magdalena, Horneburg,  (meine  Pfarrei von 1997-2007),  am  22.01.2017 in St. Lucia, Immekeppel und  am 25.02.2017 in St. Gertrud in  Essen mit den Tamilen waren für mich ganz besondere. Viele von Ihnen haben mir auf verschiedene Weise geholfen. Insbesondere haben Sie Geld für mein Projekt, kriegsbetroffene Kinder in Sri Lanka, gependet.

Herzlich danke  ich Ihnen allen und  wünsche allen Menschen in Rosendahl Gottes Segen. 

Freitag, 31. März 2017

Meine Interview Zeitgeschehen im Fokus 27 Mar 2017


Zeitgeschehen im Fokus Nr. 4 | 27. März 2017  seite 9!10

 «Interreligiöse Zusammenarbeit
zum Wohl der Menschen»

Interview mit Professor S. J. Emmanuel, katholischer Priester und Präsident des «Global Tamil Forum»
Professor S. J. Emmanuel hat sich sein Leben lang für den Frieden in Sri Lanka eingesetzt.Vor 20 Jahren musste er aufgrund des gewalttätigen Bürgerkriegs aus seiner Heimat fliehen und lebt seit dieser Zeit in Deutschland im Exil. Im Jahr 2014 konnte er dort seinen 80. Geburtstag feiern und letztes Jahr seine 50jährige Priesterweihe. Seit dem Regierungswechsel in Sri Lanka herrscht eine andere Stimmung im Land und die neue Regierung hat Professor Emmanuel eingeladen,nach Sri Lanka zu kommen und beim Versöhnungsprozess mitzuhelfen. Lange war die Sicherheitslage sehr prekär, so dass eine Reise in seine Heimat zu gefährlich gewesen wäre. Dieses Jahr hat die Regierung erneut

Professor Emmanuel eingeladen, nach Sri Lanka zu kommen. Wie er auf die erneute Einladung reagiert hat, erzählt er uns in folgendem Interview.

 Zeitgeschehen im Fokus: Das letzte Mal, als wir uns sprachen, bestand eine Einladung der Regierung von Sri Lanka, Ihre Heimat zu besuchen. Sie sind damals aufgrund der schwierigen Sicherheitslage nicht nach Colombo gereist. Wie ist die heutige Situation?

 Professor S. J. Emmanuel: Man hat mich erneut eingeladen, und ich habe diese Einladung ernst genommen.Eine zentrale Frage ist natürlich meine Sicherheit. Ich kann nicht irgendwo in Sri Lanka nur in einem Zimmer sitzen. Die Sicherheit muss gewährleistet sein, damit ich mich in Sri Lanka bewegen kann, nicht nur in Colombo, sondern auch in meiner Heimat in der Diözese Jaffna.
 

Sie sind sicher an ganz vielen Orten bekannt?

 Ja, auch an anderen Orten, z. B.in Kandy, Nuwara Eliya, Trico, Vavuniya oder Mannar. Man kennt
mich dort, und ich muss Freunde und Bekannte besuchen. Auch habe ich dort zwei Hilfs-Projekte.
Ich muss mit einem Auto dorthin fahren können, begleitet von einer Person, die für meine Sicherheit
zuständig ist. Ich will nicht von der Regierung beschützt werden, sondern ich möchte mich als Pater Emmanuel überall hinbewegen können, an alle Orte, aber immer in Begleitung eines befreundeten Priesters, der singhalesisch spricht und mir dadurch etwas Schutz gewähren kann.

 Was ist Ihre Mission, wenn Sie nach Sri Lanka gehen?

Ich bin kein Politiker, aber zur Versöhnung unter den Völkern könnte ich etwas von der religiösen Seite her beitragen. Ich denke in diese Richtung. Ich habe damals 1986 in Jaffna ein Zentrum gegründet, ein Zentrum, das sich für eine bessere Gesellschaft einsetzt,für eine Zusammenarbeit mit allen religiösen Führern. Damals habe ich mit vier Vertretern, einem katholischen,einem evangelischen, einem Hindu und einem Moslem, als Patrons zehn Jahre ein «Center for Better Society» geleitet.

 Was war das Ziel dieser Organisation?

 Das ist eine interreligiöse Kollaboration zum Wohl der Menschen, denn ich bin überzeugt, dass alle Religionen zum Wohl der Menschen eingerichtet sind. Wenn möglich möchte ich wieder nach Jaffna gehen und dieses Zentrum wiederbeleben. Ich bin sicher, meine europäischen Freunde werden mir auch mit finanzieller Unterstützung helfen. Das Zentrum könnte mit anderen Organisationen im Süden, die das gleiche Anliegen haben, Kontakt aufnehmen. So könnte man mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Die katholische Kirche, sie hat sehr gut ausgebildete Priester und Nonnen, hat Kontakte im Norden und im Süden des Landes und Verbindungen in die ganze Welt. Aber sie unternehmen wenig oder gar nichts in Richtung Zusammenarbeit für die Versöhnung.

 Woran liegt die Passivität der Religionen?

 Das hängt immer noch mit dem 2009 beendeten Bürgerkrieg zusammen. Früher sprach die Kirche immer von Terrorismus und Terroristen und hielt sich zurück, aber das ist jetzt vorbei. Sie müssten das realisieren. Ich habe mit Papst Franziskus gesprochen, ihm gedankt für seinen Besuch des Marienschreins in Madu, wo er viele Kriegsopfer gesehen hat, und ihn gebeten, die Kirche in Sri Lanka zur Versöhnungsarbeit zu ermutigen. Die katholische Kirche ist die einzige, die das tun kann. Ich habe schon einige Priester und Studenten mit dieser Theologie in Verbindung gebracht, und mit dem Zentrum im Rücken könnte man etwas tun.
 

Wo sehen Sie eine Möglichkeit?

 
Meine Vorstellung ist, alle Religionen zum Wohle der Menschen zusammenzubringen. Wir müssen etwas für den Frieden tun. Ich versuche gerade ein universales Credo zu schreiben. Ich nehme die Wahrheiten aus allen Religionen, damit wir alle zusammen an Gott und die Menschen glauben, zum Wohl der Menschheit, für die Menschenwürde,die Menschenrechte,die Gleichwertigkeit. Das Gebet «Vater Unser», das Jesus uns gelehrt hat, ist mehr als ein Gebet, es ist das Mysterium Gottes, damit wir als Kinder Gottes so leben können.Mein Kommentar zum «Vater Unser», den ich jetzt schreibe, soll helfen, meine Leute in Sri Lanka auf eine interreligiöse Zusammenarbeit zum Wohl der Menschen, der Tamilen und aller in Sri Lanka Lebenden vorzubereiten. Das ist mein kleiner Beitrag als Priester für den Frieden.

 Wie haben die Regierungsvertreter hier in Genf auf Ihre Pläne und Ihr Projekt reagiert?

 Sie waren positiv und haben meine Initiative willkommen geheissen. Sie wollen den Dialog, das offene Gespräch fördern. Man muss miteinander sprechen, nur das bringt die Klärung.

 In dem Fall ist Ihr Plan konkret, wieder nach Sri Lanka zu reisen?

 Ja, sehr konkret, ich stecke in den Vorbereitungen. Ich bin seit 50 Jahren Priester. 30 Jahre war ich in Sri Lanka und 20 Jahre in Deutschland. Ich habe alles getan, auf der internationalen Ebene, was mir möglich war. Vor kurzer Zeit habe ich ein Gebet geschrieben, das ich jeden Abend in der Kirche singe (vgl. Kasten).

 Bewegend, wie Sie Ihr Leben lang dem Glauben, dem Frieden und den Menschen gewidmet haben.

 Danke.

 Dann steht Ihrer Reise nichts mehr im Wege?

Nein, natürlich, in meinem Alter kann ich nicht mehr länger warten. Hoffentlich führt Gott mich weiter. Ich möchte diese Aufgabe übernehmen. Aber Gott ist mein Pilot, ich bin nur der Co-Pilot. Im Sturm (in Galiläa/Sri Lanka) will Er mir den Weg zeigen.

 Professor Emmanuel, viel Glück bei Ihrer grossen Aufgabe und Gottes Segen. Vielen Dank für das Gespräch.

 Interview Thomas Kaiser

 Das Gebet von Professor S. J. Emmanuel

 Gott, Du hast mich zum Menschen gemacht;
Du hast mich als Tamile wachsen lassen;
Du hast mich als junger Christ gerufen, um Dir und Deinem Volk zu dienen.
Ich danke Dir.

 
Du hast mir als Einzelner viele Talente gegeben;
Ich konnte gut lernen und studieren
Ich war ein guter Schüler und Student.
Ich danke Dir.
 

Nach der Universität wollte ich einen säkularen Beruf ausüben,
aber Du hast mich gerufen, hierher auf deinen Weg zu kommen,
um Menschen zu dienen in Deinem Namen.
Ich danke Dir!
 

Gott, ich bin arrogant gewesen mit meinen Begabungen
Du hast mich gelehrt,
den anderen Menschen die Füsse zu waschen.
Ich danke Dir.
 

Ich komme zu Dir,
ich begebe mich zu Dir,
vergib mir meine Schuld und gib mir das ewige Leben.
Ich danke Dir.